Hermann Richter - Inselwandern in Griechenland | Hermann Richter
15
page,page-id-15,page-template-default,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-theme-ver-8.0,wpb-js-composer js-comp-ver-4.9.2,vc_responsive
 

Hermann Richter

Liebe Freunde der griechischen Inseln und des Balkans

Hygieia – Tochter des Gottes Asklepios – ist die antike Göttin der Gesundheit. Sie versinnbildlicht in der Antike interessanterweise auch die vorbeugende Medizin. In den mehr als 300 Asklepiosheiligtümern (6. bis 5. Jh. v. Chr.) wurden Marmortafeln aufgehängt, auf denen der Besucher über erfolgreiche frühere Heilungen erfuhr. Ich kann leider keine Marmortafeln für eine Werbung meiner Reisen aufhängen. Auf jeder Reise gibt es aber Teilnehmer, die schon zum 5., 10. oder 20zigsten Mal dabei waren.

Sie sind meine besten Zeugen für die Philosophie der Inseltouren: Es ist das Bemühen, möglichst viel Schönes, Angenehmes und Interessantes stressfrei zu erleben. Nur der Wanderer ist langsam genug, alles was er sieht, riecht und fühlt, zu genießen. Das berühmte Licht der Ägäis, die Kräuter am Wegesrand und das warme, klare Element des Meeres. Überall finden wir Spuren der ersten neolithischen Kulturen. Man weiß heute, dass Menschen aus dem Osten Anatoliens vor mehr als 10.000 Jahren nach Griechenland und Westeuropa eingewandert sind. Sie waren die ersten Ackerbauern und Viehzüchter. Sie brachten Einkorn, Emmer und Weizen mit. Ihre domestizierten Ziegen, Schafe, Schweine und Rinder machten sie unabhängig von der Jagd. Sie kannten keine Metalle, verwendeten aber alle Obsidian (ein vulkanisches Glas) für Werkzeuge.

Bei Wanderungen auf den Inseln in der Ägäis finden wir regelmäßig Obsidianabschläge, Messer und sogar 5000 Jahre alte Pfeilspitzen. Die Stachelauster Spondylus gaederopus- vielleicht das älteste Handelsgut Europas- finden wir in Fischernetzen. Jahrtausende alte Armringe, Gürtelschnallen und Anhänger aus Spondylus fand man in Bayern.

Gutes Essen mit frischem Fisch versuche ich immer zu organisieren. Zur Lebensfreude gehört für mich unbedingt Musik.

Ein Glücksfall, dass ich den professionellen Bouzoukispieler Kostas Antoniadis für die Wanderreisen vor über 10 Jahren gewinnen konnte. Ich selbst spiele Gitarre. Wir waren schon zusammen im griechischen Fernsehen.

Dass ich so viele Jahre so viel Lebensfreude für die Wandergruppen aus der Griechischen Inselwelt schöpfen konnte, empfinde ich heute als großes Privileg und Glück.

Ich hoffe, dass Sie den Text bis hierher gelesen haben, vielleicht sind Sie neugierig geworden.

 

Mit freundlichen Wandergrüßen

 

hermann_unterschrift

Hermann Richter