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![]() ![]() Der geschichtsträchtige Norden Griechenlands hat seine besonderen Reize. Neuere Forschungen belegen mit Hilfe minoischer Schrifttäfelchen Samothrake ist eine interessante Insel, die sich dem Besucher nur schwer erschließt. Kaum ein Veranstalter hat sie im Programm. Viele Festlandgriechen mit Mercedes, die meist Schwäbisch sprechen, kommen zu Besuch und setzen sich in die warmen Quellen von Loutra. Schöne Strände gibt es bei Kap Kipos und Pachia-Ammos. Hier ist das Gelände auch zum Wandern geeignet. Man findet unterwegs viele schöne Wasser- und Landschildkröten. Der riesige, 1600 m hohe, steile Vulkanklotz Samothrake hatte eine große antike Siedlung mit einer heute noch imposanten Stadtmauer. An ihrem Rande liegt das einst mächtige Kabirenheiligtum der großen Götter. Die 2,75 m hohe Statue der Siegesgöttin Nike haben die Franzosen, nachdem sie über 1000 Jahre auf Samothrake war, 1863 mitgenommen. Ausgrabungsleiter Apostolos Vasilikis hat in Deutschland studiert und führt die Gruppen hervorragend durch das weite Gelände und das interessante Museum. Nirgends in Griechenland stehen in den Pinienwäldern so viele Honigbienenkästen wie auf Thassos. Nestos – ein Fluss mit seinem Delta – ist der Rest eines ehemaligen grandiosen Tierparadieses. Fleißige Ornithologen haben über 270 Vogelarten gezählt. Der Brut-, Rast- und Überwinterungsplatz Nestos wird im Jahr von Millionen Vögeln angeflogen. Im September 1997 habe ich an einem Tag 4000 Flamingos und mehrere hundert Pelikane gesehen. Eine romantische Schlucht, Auwälder, Lagunen, Salzmarsche, Schilfgebiete, Süßwasserseen, Binnendünen und 50 km Sandküste bieten unzählige Naturerlebnisse. Der Hafen- und Badeort Keramoti ist ein idealer Ausgangspunkt für touristische Unternehmungen. Für die meisten Gruppen gelingt es mir einen Scheltopusik zu fangen. Die urtümliche Panzerschleiche wird bis zu 120 cm lang und ist nicht so schnell und gefährlich wie eine Schlange. Man hat gute Chancen Flamingos, Pelikane, Spornkiebitze und Goldschakale zu sehen. Ausflüge zur neu erschlossenen Tropfsteinhöhle Alistrati, in die Pomakendörfer, nach Stavropoli in den Rhodopen und in das nahe Bansko in Bulgarien am Oberlauf des Nestos sind möglich. Der Fischreichtum des Deltas ist erfreulicherweise auf den Tellern der Tavernen in Keramoti zu finden. Die Muschelgärten sind vor der Tür im klaren Wasser des Nordmeeres. Hier ist der einzige Platz auf der Welt an dem ich mit Genuss auch Muscheln esse. Auf den Feldern des Deltas finden wir neuerdings Reisanbau, Spargel und Kiwis. |
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