Hermann Richter - Inselwandern in Griechenland | Milos
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Milos

Milos, Sifnos, Kimolos


Milos ist eine große vulkanische Insel mit zwei kleineren Satelliten Kimolos und Poliegos. Trotz des Abbaus von Mineralien sind sie landschaftlich sehr reizvoll. Seit Jahrtausenden wurden Obsidianklingen, -pfeilspitzen und -speerspitzen exportiert. Daher gibt es eine hochinteressante kulturhistorische Entwicklung mit einmaligen Zeugnissen in dem kleinen Museum der romantischen Chora. Milos ist trotz seiner Nähe zu Athen touristisch angenehm unterentwickelt. Man verkauft lieber Kaolin, Betonit oder Perlit. Für den Wanderer gibt es noch große, unverbaute, aufregende Küstenlandschaften in Schwarz, Weiß, Rot, Grün, Ocker und Gelb.

Kimolos – die Insel des Reeders Ventouris- ist nur 30 Bootsminuten von Milos entfernt. Im Hauptort Chorio leben noch einige hundert Einwohner. Das „Kastro“ genannte Burgdorf ist der älteste Teil des Ortes. Zum Schutz gegen Überfälle hat man die Häuser im Viereck dicht aneinander gebaut. Das vulkanische Kimolos hat eine bunte, zerklüftete Küste mit zahlreichen Kleinstinseln und Felsen. Eine Wanderung im Zentrum der Insel führt uns zu einem kleinen Naturwunder. Es ist ein durch Winderosion entstandener „ Steinpilz“.

Sifnos, die beste Insel der Westkykladen ist aus Kalkgestein. Im Vergleich zu ihren Nachbarn ist auf Sifnos vieles besser. Die Einwohner sind freundlicher, in den Tavernen schmeckt es besser, die Architektur der Häuser ist ansprechender, die Mauern der Eselspfade sind sorgfältiger gesetzt, die Töpferei ist immer noch, seit der Antike, aktiv und kaum eine Bausünde ist auszumachen. Einmalig sind die großen, drehbaren Holzbacköfen am Meer. In diesen werden über Nacht die berühmten Kichererbsengerichte langsam gegart. Nur Herpetologen kennen die in Europa einmalige Schlange Virpera-schweizeri. Sie hat inzwischen Artstatus. Es gibt sie auf der ganzen Welt nur in Milos, Kimolos, Poliegos und Sifnos.
Erstes und letztes Hotel auf Milos.