Hermann Richter - Inselwandern in Griechenland | Ohrid-See
46
page,page-id-46,page-template-default,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-theme-ver-8.0,wpb-js-composer js-comp-ver-4.9.2,vc_responsive
 

Ohrid-See

Ohrid-See und Prespaseen

Im Reich des UNESCO Weltnatur- und Kulturerbes.


Die Anreise erfolgt über Thessaloniki in Griechenland.Über das antike Pella – die Geburtststadt Alexanders des Großen- und das römische Heraklea bei Bitola in Mazedonien erreichen wir Ohrid, die „Perle des Balkans“.

Goldmasken aus mehreren Fürstengräbern in Ohrid liegen in den Museen von Belgrad, Sofia und Ohrid. Das Museum zeigt neolithische Obsidianklingen, ägyptische Alabasterstatuen der Göttin Isis, griechische Vasen, römische Terra Sigilata und dreidimensionale Schnitzereien der letzten Jahrhunderte. Der slawische Zar Samuel II residierte auf der mächtigen Burganlage (976-1014) in Ohrid. Sein Reich erstreckte sich vom Mittelmeer bis zur Donau. Die heiligen Brüder Kyrill und Method erfanden die nach ihnen benannte Schrift. Mit der Übersetzung der Bibel in das Slawische erfolgte die Christianisierung aller Slawen von Ohrid aus.

Wir wandern auf den blumenreichen Höhen des Galicica- Gebirges (1700m) mit imposanten Blicken zum Ohrid- und Prespasee. Bei klarer Sicht zeigen sich viele Schneegebirge (2500 m) in Albanien und Griechenland am Horizont. Bei Stenje passieren wir die Grenze nach Albanien. Die kleinen Bunker am Straßenrand sind fast alle verschwunden.(2015). In den albanischen Dörfern mit ihren schlanken Minaretten steht in fast jedem Schuppen ein Mercedes; die Landwirtschaft mit Holzgabel und Esel ist noch archaisch. Somit dominieren große rote Klatschmohnfelder, blaue Kornblumen, Rittersporn und Kornrade.

Seit 2014 getraue ich mich in Albanien mit Gruppen zu übernachten. Vom kirchenreichen Voskopoje wandern wir zum abgelegenen Dorf Shipske mit seinen gastfreundlichen Menschen.  Über die nahe Grenze erreichen wir die griechische Seite des kleinen Prespasees.
Wir wohnen auf der Insel Agios Achillleos in der Nähe der größten Krauskopfpelikanbrutkolonie Europas. Die von Zar Samuel im Jahr 985 auf der Insel gebaute Basilika mit einer Größe von 45×20 m ist heute eine sehr fotogene Ruine. Bulgaren und Griechen kommen zahlreich zur Wallfahrt. Im Gebiet gibt es mehrere grandiose Wanderungen auf Schmugglerpfaden an der albanischen Grenze entlang. Die Szenerie zum großen Prespasee ist überwältigend. Man sollte es selbst gesehen haben. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der große Bade- und Autotourismus diese Idylle überrollt. Auf der Rückreise besuchen wir die prunkvollen makedonischen Königsgräber. Sie wurden zusammen mit dem Alexandergold an ihrem Ursprungsort mit einer genialen Museumsanlage für Touristen zugänglich gemacht.
Erstes und letztes Hotel Thessaloniki.